Bewilligungszeitraum des Wohngeldes

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Der Anspruch auf Wohngeld beginnt am Ersten des Monats, in dem der Antrag gestellt wurde. Der Bewilligungszeitraum beträgt gewöhnlich zwölf Monate. Wenn zu erwarten ist, dass sich die maßgeblichen Lebensumstände ändern, kann der Bewilligungszeitraum auch verkürzt werden. Sollten die Voraussetzungen für die Bewilligung des Wohngeldantrags erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreten, beginnt der Bewilligungszeitraum in diesem Monat.

Weiterleitungs- oder Wiederholungsantrag

Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums muss das Wohngeld erneut beantragt werden. Dieser sogenannte Weiterleistungs- oder Wiederholungsantrag sollte etwa zwei Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums gestellt werden, damit die Wohngeldzahlung nicht unterbrochen wird.

Die Dauer der Wohngeldzahlung ist begrenzt

Das Wohngeld wird grundsätzlich für die Dauer von zwölf Monaten bewilligt. Im Einzelfall kann dieser Zeitraum verkleinert oder vergrößert werden. Um die Fortzahlung nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes zu sichern, sollte man zwei Monate vor dem Auslaufen der Förderung einen neuen Antrag stellen. Damit lässt sich vermeiden, dass eine Lücke bei der Zahlung des Wohngelds entsteht.

Wohngeld kann sich verändern

Das Wohngeld wird nach der Prüfung der persönlichen Lebensverhältnisse berechnet. Ändern sich die Lebensverhältnisse während des Bewilligungszeitraums, dann kann das Wohngeld für den laufenden Zeitraum erhöht, verringert oder gestrichen werden.

Wohngelderhöhung

Eine Erhöhung des Wohngelds wird gewährt, wenn die Anzahl der Familienmitglieder in der Wohnung vergrößert, etwa durch die Geburt eines Kindes.  Auch wenn die Wohnkosten sich um mehr als 15 Prozent erhöhen, wird das Wohngeld neu berechnet. Eine Neuberechnung erfolgt auch, wenn sich das Gesamteinkommen der zum Antragsteller gehörenden Familienmitglieder um mehr als 15 Prozent verringert.

Wohngeldkürzung

Eine Kürzung des Wohngelds erfolgt, wenn sich die Miete um mehr als 15 Prozent verbilligt oder sich das Gesamteinkommen des Antragstellers bzw. der Familienmitglieder um mehr als 15 Prozent erhöht. Der Wohngeldempfänger hat die Verpflichtung, diese Fälle unverzüglich bei der Wohngeldstelle zu melden. Tut er dies nicht, dann kann er mit einer Geldbuße belangt werden.

Wohngeldstopp

Der Wohngeldbescheid wird ungültig, wenn ein Familienmitglied, das bisher Wohngeld bezog, nun eine Transferleistung (z.B. Hartz 4) erhält. Der Wohngeldbescheid wird außerdem ungültig, wenn die Voraussetzungen unter denen er erlassen wurde, nicht mehr bestehen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein bisher arbeitsloser Wohngeldempfänger eine Arbeit aufnimmt. In diesen Fällen wird die Zahlung des Wohngelds eingestellt.

Mitteilungspflicht des Bürgers

Wer Wohngeld beantragt hat oder empfängt, hat eine Mitteilungspflicht gegenüber der Wohngeldstelle. Er muss alle Änderungen, die das Wohngeld betreffen, unverzüglich melden. Dazu zählen Einkommensänderungen und Änderung der Wohnkosten von mehr als 15 Prozent, ein Wohnungswechsel sowie der Einzug oder Auszug eines Familienmitglieds. Die Wohngeldstelle prüft die Angaben des Antragstellers nach und führt dazu eine Abfrage mit anderen Behörden durch. Daher ist es wichtig, beim Antrag korrekte Angaben zu machen.

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