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Mietstufen in Berlin

Über 3,8 Millionen Menschen leben in Berlin. Dementsprechend prekär ist der Wohnungsmarkt. Das macht sich auch bei den Mieten bemerkbar. Die Bundeshauptstadt bewegt sich mit einer Mietstufe von 4 – die im Vergleich zu den Jahren 2020 bis 2022 unverändert geblieben ist – im oberen Mittelfeld. Andere Großstädte im Bundesgebiet weisen mit 6 oder gar 7 zwar deutlich höhere Mietstufen und infolgedessen höhere Mieten auf. Damit wird es allerdings nicht leicht, in Berlin eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Mietstufen der Gemeinden in Berlin

Zum Jahreswechsel 2019/2020 wurden einige Mietstufen geändert. In Berlin bleibt die Mietstufe für das Wohngeld unverändert bei 4 (IV) auch für die Jahre 2022, 2023 und 2024.

Gemeindeab 20232020-2022
Berlin44

Die Bedeutung der Mietstufe beim Wohngeld

Die Mietstufe ist einer der zentralen Aspekte beim Wohngeld. Dieser Wert fließt mit in die Berechnung ein, die Auskunft darüber gibt, ob ein Anspruch auf Wohngeld in Berlin besteht. Die weiteren Punkte: die Miete, die Zahl der Personen im jeweiligen Haushalt und das Gesamteinkommen aller Haushaltsmitglieder. Diese Bausteine werden für die Wohngeld Berechnung benötigt.

Wichtiges Hilfsmittel: der Wohngeldrechner

Der Wohngeldrechner hilft, das komplexe Geflecht aus Zahlen und Daten zu entwirren. Sie als Nutzer müssen lediglich die Formularfelder ausfüllen und erhalten dann kostenlos und unverbindlich das Ergebnis. Einzige Voraussetzung: Sie sollten alle Unterlagen zur Miete und zu den Einkommen bereitlegen, um die Zahlen parat zu haben. Das spart Zeit, zumal die Unterlagen auch für den Wohngeldantrag in Berlin erforderlich sind.

Bearbeitungszeit: 7,5 Wochen

Wie groß der Zulauf in den Behörden aufgrund der Wohngeldreform ist, zeigen die Daten aus dem Bezirksamt Pankow. Stand 12. Dezember 2022 betrug die Bearbeitungszeit 7,5 Wochen. Um Verzögerungen und Nachfragen zu vermeiden, sollen Antragsteller „nach Möglichkeit alle notwendigen Unterlagen in Kopie“ beifügen oder schnellstmöglich besorgen. Denn Nachreichungen verzögern die Bearbeitung erheblich.

Das heißt: Wenn der Wohngeldrechner, der alle reformbedingten Neuerungen berücksichtigt, grünes Licht gibt, sollte man umgehend aktiv werden. Der Wohngeldantrag kann dann im zuständigen Bezirksamt gestellt werden. Ob und wie schnell ein Termin möglich ist, kann am besten telefonisch erfragt werden. Denn das persönliche Gespräch bietet den Vorteil, Fragen und andere Probleme direkt vor Ort klären zu können.

Die Wohngeldsituation in der Bundeshauptstadt

Dass Wohngeld in Berlin für viele Haushalte eine wichtige finanzielle Hilfe ist, beweisen die aktuellen Zahlen. Die Statistik für Berlin und Brandenburg listet für die Bundeshauptstadt 24.535 bedürftige Haushalte. Wohngeldrechtliche Teilhaushalte, bei denen nur einzelne Personen Anspruch auf Wohngeld haben, sind dabei mit knapp zwei Prozent in der Minderheit. Die überwiegende Mehrheit mit 98 Prozent stellen in Berlin die sogenannten reinen Wohngeldhaushalte.

Singles besonders betroffen

Besonders häufig auf Wohngeld angewiesen sind in Berlin Single-Haushalte (65 Prozent). Es folgen Zwei-Personen-Haushalte mit 12 Prozent. Altersmäßig die größte Gruppe stellen bei den reinen Wohngeldhaushalten in Berlin Rentnerinnen, Rentner, Pensionärinnen und Pensionäre. Sie haben einen Anteil von 56 Prozent aller Wohngeldberechtigten in Berlin.

Die Mieten in Berlin steigen

Dazu trägt ohne jeden Zweifel bei, dass die Mieten sich in den vergangenen Jahren preislich steil nach oben bewegt haben. Laut Immowelt zahlten Berliner für eine 40 Quadratmeter-Wohnung im Jahr 2019 durchschnittlich 13,40 Euro je Quadratmeter (11,60 Euro für Wohnungen bis 80 Quadratmeter und 12,40 Euro für Wohnungen bis 120 Quadratmeter). Für das Jahr 2022 kommt miet-check.de auf einen Mittelwert von 13,06 Euro. Das ist zwar deutlich weniger als ein Jahr zuvor (2021: 15,48 Euro), aber nach wie vor ein sehr hoher Wert.

Die höchsten Mieten hat Berlin-Mitte

Entscheidend ist hierbei die Lage. Je nach Bezirk sind die Mieten höher oder niedriger. Besonders tief in die Tasche greifen muss man in Berlin-Mitte mit etwa 14 Euro pro Quadratmeter. Ebenfalls teuer sind Friedrichshain-Kreuzberg mit 13,52 Euro, Charlottenburg-Wilmersdorf mit 13,29 Euro und Pankow mit 11,73 Euro. Am günstigsten ist das Wohnen in Berlin-Spandau. Hier listet die Berliner Zeitung einen Mittelwert von 8,22 Euro je Quadratmeter.

Damit die Miete das Budget von Haushalten mit geringen Einkommen nicht übermäßig strapaziert wird, haben Bund und Länder sich auf eine umfangreiche Wohngeldreform geeinigt. Dadurch sind ab dem Jahr 2023 deutlich mehr Haushalte berechtigt, Wohngeld in Berlin zu beantragen. Ob auch Sie dazu gehören, klärt unser Wohngeldrechner innerhalb weniger Sekunden. Für den Wohngeldantrag in Berlin braucht es dann etwas mehr Geduld.