Wohngeldberechnung - Wohngeld berechnen

Wie das Wohngeld berechnet wirdDie Wohngeldberechnung basiert auf Formeln, die im Wohngeldgesetz zu finden sind. Ausschlaggebend für die Berechnung des Wohngeldes sind jedoch die Anzahl der Haushaltsmitglieder, die Höhe der monatlichen Miete oder Belastung sowie das Gesamteinkommen des Wohngeld Haushaltes. Mit diesen Werten lässt sich eine Wohngeld Berechnung individuell durchführen.

Auf dieser Seite können Sie das Wohngeld mit dem

» Wohngeldrechner

berechnen.

Das Wohngeldgesetz sieht vor, dass bei der Wohngeldberechnung im Einzelfall drei Faktoren ausschlaggebend sind:

1. das Einkommen
2. die Anzahl der Familienmitglieder
3. die Höhe der Miete oder der Belastung

Aus diesen drei Faktoren ermittelt die Wohngeldstelle die Höhe des Zuschusses zu den Wohnkosten. Die Unterscheidung in Mieter und Eigentümer ist für die Berechnung des Wohngelds nicht wesentlich. Hier zählt nur, dass prinzipiell alle einkommensschwachen Bürger Anspruch auf Wohngeld haben. Nur bei der Bezeichnung des Wohngeldes macht der Gesetzgeber den Unterschied kenntlich zwischen Mietern die Wohngeld als Mietzuschuss bekommen und Eigentümern, die Wohngeld als Lastenzuschuss erhalten.

Wohngeld Berechnung Ratgeber

Kriterien für die Einkommensberechnung (Wohngeldberechnung)

Die Berechnung des Einkommens erfolgt nach bestimmten gesetzlichen Vorgaben. Da diese Vorgaben für den Bürger nicht immer verständlich formuliert sind, sollen hier die wichtigsten Kriterien dargestellt werden, nach denen die Wohngeldstelle das Einkommen der Antragsteller berechnet.

Das Einkommen nach dem Wohngeldgesetz (WoGG)

Das Einkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes unterscheidet sich bei der Wohngeld Berechnung vom normalen Brutto- oder Nettoeinkommen, da hier andere Berechnungsmaßstäbe angelegt werden, um den Förderanspruch jedes Antragstellers individuell besser berücksichtigen zu können. Das Wohngeldgesetz bestimmt das Einkommen als alle steuerpflichtigen Einkünfte im Sinne des Einkommenssteuergesetzes (§§ 2, Abs. 1, 2, 5a) zuzüglich gewisser steuerfreier Einnahmen oder Abzugsbeträge, die im Einzelnen festgelegt sind. Das Wohngeldgesetz schreibt außerdem vor, dass alle steuerfreien Einnahmen bei der Wohngeld Berechnung zu dem steuerpflichtigen Jahreseinkommen hinzuzurechnen sind.

Einkommen aus selbständiger oder nichtelbständiger Arbeit

Das Einkommen kann entweder aus dem Einnahmen oder den Gewinn bestehen. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, aus Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte nach § 22 des Einkommensteuergesetzes zählen als Einnahmen. Hierbei wird der Überschuss der Einnahmen abzüglich der Werbungskosten als Ausgangspunkt für die Ermittlung des Wohngelds genommen. Als Gewinn zählen die Einkünfte aus selbständiger Arbeit, aus einem Gewerbetrieb und aus Land- und Forstwirtschaft. Vom Gewinn können die Betriebskosten für die Wohngeldberechnung abgezogen werden.

Absetzbare Kosten

Unter Werbungskosten fallen Ausgaben für die Mitgliedschaft in Berufsständen, Aufwendungen für Arbeitsmittel sowie erforderliche Mehrausgaben bei beruflich bedingter doppelter Haushaltsführung. Ebenso wie die Werbungskosten können Kosten für Kinderbetreuung und die Aufwendungen des Arbeitnehmers zur Arbeitsstätte ab dem 21. Kilometer geltend gemacht werden. Bei Löhnen und Gehältern kann der Antragsteller Pauschalbeträge von 920 Euro im Jahr als Werbungskosten absetzen, bei Kapitalvermögen sind es 51 Euro. Steuerpflichtigen Altersrenten oder Witwenrenten können 102 Euro abgezogen werden. Müssen die Eltern aufgrund ihrer Berufstätigkeit ihre Kinder in Tagesbetreuungsstätte geben, so können sie die dadurch entstehenden Kosten in vollem Umfang abziehen.

Sonderregelungen für Familien bei der Wohngeld Berechnung

Für Familien, die Wohngeld beantragen wollen, gibt es besondere Regelungen. Entscheidend ist bei Haushalten mit mehreren Personen, dass bei einem Wohngeldantrag das Einkommen aller Familienmitglieder mit einbezogen wird – vorausgesetzt, sie erfüllen den Förderanspruch und leben dauerhaft in der selben Wohnung. Bei einer Familie gilt also als Einkommen die Summe der Jahreseinkommen aller Familienmitglieder, die im Haushalt leben, abzüglich gewisser Freibeträge.

Ein bestehender Bezug von Kindergeld wird für die Berechnung nicht berücksichtigt und ist damit ohne Einfluss auf das Wohngeld.

Pauschalbeträge abziehbar

Grundsätzlich kann jeder Antragsteller 6 Prozent seines Jahreseinkommens als Pauschalbetrag absetzen. Darüber hinaus berücksichtigt der Gesetzgeber die Verteilung der Belastungen innerhalb einer Familie. Je nach dem wie hoch die Belastungen eines Familienmitglieds bei Steuern, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rente sind, kann die Familie dies bei ihrem Jahresgesamteinkommen zwischen 10 und 30 Prozent als Abzug pauschal geltend machen.

Auch vom Jahreseinkommen absetzbar sind monatliche Freibeträge in verschiedenen Fällen. So gibt es für jedes Kind vor der Vollendung des 25. Lebensjahres einen Freibetrag von 50 Euro. Menschen mit einer Schwerbehinderung, die pflegebedürftig sind, können zwischen 100 und 125 Euro geltend machen. Außerdem können Antragsteller auch gesetzliche Verpflichtungen zum Unterhalt bis zu einer bestimmten Höhe absetzen.

Berechnungszeitpunkt für das Wohngeld

Als Jahreseinkommen gilt das Einkommen, das der Antragsteller zum Zeitpunkt des Antrags in den nächsten zwölf Monaten erwartet. Da das tatsächliche Einkommen erst nach einem Jahr feststeht, kann die Wohngeldstelle zur Berechnung die Einkünfte die letzten zwölf Monaten als Grundlage nehmen. Zu beachten ist dabei, dass die Bewilligung des Wohngelds für den Zeitraum von zwölf Monaten erfolgt, aber von den momentanen Voraussetzungen zum Zeitpunkt der Antragstellung abhängig ist. Sobald sich die Voraussetzungen ändern, muss die Wohngeldstelle das Wohngeld neu berechnen. Das kann zum Beispiel beim Einzug eines Familienmitglieds oder bei der Geburt eines Kindes (Elterngeld beantragen!) der Fall sein. Der Antragsteller seinerseits ist verpflichtet, alle Änderungen seiner Lebensverhältnisse, die das Wohngeld betreffen, an die Wohngeldstelle zu melden.

Wohngeld nur bis zu einer Einkommenshöchstgrenze

Das Wohngeldgesetz sieht eine Förderungshöchstgrenze beim Einkommen vor. Die Bedürftigkeit eines Bürgers richtet sich nach bestimmten Kriterien. Für das Wohngeld hat der Gesetzgeber daher verschiedene Grenzwerte festgelegt. Die folgenden Werte beziehen sich nicht auf das tatsächliche Einkommen, sondern berücksichtigen den Abzug aller absetzbaren Kosten und Pauschalbeträge bei der Wohngeld Berechnung. Für einen Einpersonenhaushalt liegt die Höchstgrenze bei einem absoluten Monatseinkommen von 830 Euro. Bei Haushalten, die aus mehreren Familienmitgliedern bestehen gelten folgende Höchstgrenzen bei jeweiligen Gesamtmonatseinkommen: für einen Zweipersonenhaushalt 1140 Euro, für einen Dreipersonenhaushalt 1390 Euro und für einen Vierpersonenhaushalt 1830 Euro. Übersteigt das Monatseinkommen diese Höchstwerte, dann besteht kein Anspruch auf Wohngeld.

VGW 411
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