Wohngeldantrag – Wohngeld 2021 beantragen

Wohngeldantrag im Aktenordner

Beim Wohngeld handelt es sich um eine Sozialleistung, die nach § 22 WoGG nur auf Antrag gewährt wird. Ist der Wohngeldanspruch geklärt, sollte der berechtigte Haushaltsvorstand die Leistungen beantragen. Zuständig für das Wohngeld sind die Wohngeldbehörden der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung. Einerseits halten wir die notwendigen Antragsformulare hier auf dieser Seite (weiter unten) zum Download bereit oder man erhält diese ebenfalls bei den Behörden zur Mitnahme. 

Wohngeldantrag – das Wichtigste in Kürze

Wie lange dauert ein Wohngeldantrag?

Die Bearbeitungsdauer des Wohngeldantrags variiert je nach Region. In Großstädten, wo bei den Wohngeldämtern mehr Anträge verarbeitet werden müssen, kann es länger dauern als in kleineren Gemeinden. Sie können aber mit einer Bearbeitungsdauer von drei bis sechs Wochen rechnen.

Welche Unterlagen für Wohngeldantrag benötigt?

Neben dem Wohngeldantrag selbst werden Personalausweis oder Reisepass benötigt. Darüber hinaus der Mietvertrag, Meldebescheinigung sowie Einkommensnachweise. Weitere Infos unter “erforderlichen Unterlagen“.

Wie viel Einkommen darf ich haben um Wohngeld zu bekommen?

Für die Höhe des Einkommens beim Wohngeld gibt es keine pauschalen Grenzen. Vielmehr hängt das Höchsteinkommen davon ab, wie viele Personen im Wohngeldhaushalt leben und zu welcher Mietstufe die eigene Gemeinde angehört. Beispielsweise in Berlin mit Mietstufe 4 (IV) könnte ein Haushalt mit zwei Personen einen Wohngeldantrag in 2021 bis zu einem Einkommen von 1.454 Euro stellen.

Im Allgemeinen ist eine persönliche Abgabe des Antrags bei dem zuständigen Wohngeldamt nach Terminvereinbarung anzuraten. Möglicherweise hat Ihre Wohngeldstelle auch aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen einen Online-Service eingerichtet. Dieses prüft die Angaben auf Vollständigkeit, beantwortet Fragen des Antragstellers und klärt über Rechte und Pflichten auf. Die persönliche Abgabe des Wohngeldantrags kann die Bearbeitung beschleunigen, da fehlende Angaben ergänzt und fehlende Unterlagen sofort angefordert werden können.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann es in den Ämtern vorkommen, dass kein Personenverkehr zugelassen wird. Darüber hinaus sind bei den Wohngeldstellen aufgrund der (teilweisen) Lockdowns vermehrt Wohngeldanträge eingegangen, weshalb sich die Bearbeitungszeit verlängern kann. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld telefonisch, ob ein persönliches Erscheinen überhaupt möglich ist und wenn ja, halten Sie bitte alle Hygienemaßnahmen ein.

WICHTIG: Wohngeld wird grundsätzlich ab dem Monat gezahlt, in dem es beantragt wurde. Als beantragt gilt die Leistung, wenn der amtliche Antragsvordruck mit allen notwendigen Nachweise und Unterlagen eingereicht wurde.

Um die Frist zu wahren und keinen Monat zu “verlieren”, empfehlen wir zunächst die formlose Beantragung der Leistungen.

Formloser Wohngeldantrag

Zur Fristwahrung kann ein Antrag auf Wohngeld auch zunächst formlos bei der zuständigen Behörde gestellt und ein ausgefüllter Wohngeldantrag nachgereicht werden. Sofern der amtliche Vordruck samt Nachweisen spätestens innerhalb eines Monats nach Abgabe des formlosen Antrags nachgereicht wird, so gilt das Datum der formlosen Antragstellung für Bewilligungszeitraum. Einen entsprechenden Vordruck zum Ausfüllen finden Sie hier:

Download Formloser Wohngeldantrag (PDF, 1,66 MB)

Bearbeitungsdauer des Wohngeldantrags

Die Bearbeitungsdauer des Wohngeldantrags ist von Behörde zu Behörde unterschiedlich. Innerhalb einer angemessenen Frist soll über den Antrag entschieden und ein schriftlicher Bewilligungsbescheid ausgestellt werden.

Die Bearbeitungsdauer für einen Erstantrag beträgt meist zwischen drei und sechs Wochen, Wiederholungsanträge werden oftmals schneller bearbeitet. Sind zwischen Antragstellung und Bewilligungsbescheid mehr als acht Wochen vergangen, kann unter der Voraussetzung, dass alle Unterlagen vorhanden sind, ein Vorschuss auf das zustehende Wohngeld geleistet werden.

Wenn Sie Wohngeld beantragen besteht allerdings kein Rechtsanspruch auf die Bearbeitung des Antrags innerhalb einer bestimmten Frist.

Rückwirkender Antrag auf Wohngeld

In einigen Fällen kann der Wohngeldantrag rückwirkend gestellt werden. Der Antrag auf Wohngeld muss dann bis zum Ablauf des folgenden Monats eingereicht werden:

  • Die zu berücksichtigende Miete oder Belastung erhöht sich um mehr als 15 Prozent.
  • Wird ein Transferleistungsantrag abgelehnt, kann Wohngeld rückwirkend für den Ersten des Monats, in dem die Ablehnung bekannt wurde, beantragt werden.
  • Beantragt oder erhält ein zu berücksichtigendes Haushaltsmitglied Transferleistungen, wird der Wohngeldbescheid unwirksam. Für die verbleibenden zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder kann das Wohngeld auf Antrag rückwirkend geleistet werden.

Wohngeld online beantragen – Download der Antragsformulare

Hier können Sie die entsprechenden Formulare für den Wohngeldantrag 2021 als PDF auf Ihren Computer herunterladen und direkt online bearbeiten oder ausdrucken und handschriftlich ausfüllen. Wenn Sie auf Ihr Bundesland in der unteren Auflistung klicken, klappen die Antragsformulare automatisch auf. Die Formulare (Vordrucke für den Wohngeldantrag) wurden letztmalig am 19.03.2017 mit den Behörden abgeglichen.

Übersicht Antragsformulare Wohngeld nach Bundesländern

Antragsformulare

Anlagen zum Antrag

Wohngeldämter in Baden-Württemberg finden

Antragsformulare

Anlagen zum Antrag

Wohngeldämter in Bayern finden

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland (Stand 03/2017), bei dem Sie Wohngeld online beantragen können. Diesen Service können Sie hier nutzen

Sofern Sie einen Ausdruck der Formulare wünschen, finden Sie diese nachfolgend zum Download:

Antragsformulare

Die Antragsformulare stellt das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr der Landes Nordrhein-Westfalen in einem Formular Assistenten zur Verfügung. Diese finden Sie hier

Wohngeldämter in Nordrhein-Westfalen finden

Wohngeld beantragen: Erforderliche Unterlagen und Nachweise

Möchten Sie Wohngeld beantragen, gibt es einige Unterlagen, die unbedingt erforderlich sind und zur Beantragung beim Wohngeldamt mitgebracht werden müssen:

  • der ausgefüllte Antrag auf Wohngeld (Mietzuschuss (Mieter) oder Lastenzuschuss (Eigentümer))
  • Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter (mit Angabe über Größe sowie Baujahr des Wohnraums)
  • Mietvertrag und Mietquittung
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Meldebestätigung
  • Verdienstbescheinigung, auszufüllen vom Arbeitgeber
  • Einkommensnachweise (Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen)

Je nach familiärer und finanzieller Situation können weitere Unterlagen für den Wohngeldantrag erforderlich sein, wie z.B.:

  • Steuerbescheid über die Einkommenssteuer
  • Nachweis über Vermögen und Kapitalerträge
  • Kontoauszüge
  • Unterhaltsnachweise
  • Pflegegeldnachweis
  • Schwerbehindertenausweis
  • Nachweis über Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
  • BAföG-Bescheid
  • Bescheide über Kindergeld, Kinderzuschlag, Elterngeld
  • Leistungsbescheid für Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld
  • Rentenbescheide
  • Schul- oder Studienbescheinigung
  • Darlehensverträge mit ersichtlichen monatlichen Belastungen
  • Lebensversicherungen
  • Bausparverträge

Zu den Einkünften finden Sie weitere Informationen unter Wohngeld Einkommen

Gegebenenfalls ist das Ausfüllen zusätzlicher Formularvordrucke der Wohngeldbehörde notwendig, beispielsweise dann, wenn es sich beim Antragsteller um einen Schüler, Studenten oder Auszubildenden handelt.

Gegenüber der Wohngeldbehörde unterliegen Haushaltsmitglieder und alle Personen, die mit dem Antragsteller Wohnraum gemeinsam bewohnen, einer Auskunftspflicht über sämtliche für das Wohngeld maßgeblichen Verhältnisse.

Wiederholungsantrag auf Wohngeld

Auch beim Wiederholungsantrag muss der Antrag auf Wohngeld vollständig ausgefüllt werden. Eine aktuelle Verdienstbescheinigung und aktuelle Einkommensnachweise müssen ebenfalls vorgelegt werden. Je nach persönlicher Lebenssituation kann die Wohngeldbehörde erneut weitere Unterlagen anfordern, um den Anspruch auf Wohngeld feststellen zu können. Welche Unterlagen und Nachweise im Einzelnen für den Wiederholungsantrag notwendig sind, entscheidet die zuständige Wohngeldbehörde.

Bei Umzug in eine neue Wohnung oder eine andere Gemeinde muss ein Erstantrag gestellt werden.

Erhöhungsantrag

Normalerweise bleibt das Wohngeld während des Bewilligungszeitraums konstant. Ein Antrag auf Erhöhung des Wohngeldes (§27 Abs. 1 WoGG) im laufenden Bewilligungszeitraum kann gestellt werden wenn:

  • sich die Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder erhöht
  • sich die Miete oder zu berücksichtigende Belastung um mehr als 15 Prozent erhöht
  • sich das Gesamteinkommen um mindestens 15 Prozent verringert hat.

Ein Erhöhungsantrag kann nur gestellt werden, wenn der Höchstbetrag für die Miete oder Belastung noch nicht ausgeschöpft war und sich das Wohngeld erhöht.

Mitteilungspflichten des Antragstellers

Wenn sich das Gesamteinkommen um mehr als 15 Prozent erhöht oder die Miete um 15 Prozent verringert, muss dies der Wohngeldbehörde mitgeteilt werden. Auch die Verringerung der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, ein Umzug oder sonstige Gründe, die zum Wegfall des Wohngeldanspruchs führen können, müssen der Behörde unverzüglich mitgeteilt werden. Es wird eine Neuberechnung des Wohngeldes durchgeführt, die auch zur Verringerung oder zum Wegfall des Wohngeldanspruchs führen kann (§ 27 Abs. 2 WoGG).

Die Neufestsetzung tritt mit Beginn des nächsten Monats in Kraft. Wer dieser Mitteilungspflicht nicht nachkommt, kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Letzte Aktualisierung: 11.03.2021